Fledermausbestandserfassung in Brücken

Bestands- und Besatzerfassung von Fledermäusen in der Bergshäuser Brücke im Rahmen des geplanten Ersatzneubau der Brücke im Zuge des geplanten 6-streifigen Ausbaus der A 44 zwischen AK Kassel-West - AD Kassel-Süd

Projektschwerpunkte:

Im Rahmen von Voruntersuchungen wurde festgestellt, dass sich regelmäßig Fledermäuse (Große Mausohren) innerhalb der Widerlager der Bergshäuser Brücke aufhalten.

Um mögliche artenschutzrechtlich relevante Sachverhalte aufzuklären und etwaig notwendige Ausgleichs- und Vermeidungsmaßnahmen frühzeitig zu ermitteln, wurde ein Konzept zur adäquaten Erfassung der phänologischen Quartiernutzung entwickelt. Im Vordergrund standen folgende Fragestellungen:

  • Welche Arten nutzen die Widerlager in welchen Zeiträumen und welcher Intensität als Quartier?
  • Welche tradierte Funktion (Einzelquartier, Männchen- oder Balz-/Paarungsquartier, Wochenstubenquartier, Winterquartier) besitzen die Widerlager für Fledermäuse?
  • Existieren fledermausfreie Zeiträume?

Angewendet wurde eine Kombination aus visuellen Besatzkontrollen (u. a. mittels Wärmebildkamera) innerhalb den phänologisch relevanten Zeiträumen (Winterquartier, Sommer-/Wochenstubenzeit; herbstliche Schwarm- und Paarungsphase) und einer akustischen Dauererfassung mittels Anabats zwecks Verifizierung der Nutzungsintensität und konkreten Besatzzeiträume.

Auftraggeber:

DEGES

Planungszeitraum:

seit 2020

Große Mausohren versteckt in kleiner Öffnung

Erfassung mit Anabat