Höhenmonitoring Mopsfledermaus

Untersuchung des Kollisionsrisikos der Mopsfledermaus durch Windenergienutzung im Wald

Projektschwerpunkte:

Im Rahmen einer Standortplanung für Windparks in Waldgebieten des Hunsrück wurden 2012 im Planungsbereich mehrere Wochenstuben der Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) nachgewiesen, die als besonders empfindliche Art gegenüber Kollisionen mit den Rotoren von WEA gilt.

Zur Aufklärung der Gefährdung sollten standortbezogene Untersuchungen zur Empfindlichkeit der Art durchgeführt werden, i.e. zum Flugverhalten und zu den arttypischen Aktionsphasen und Migrationsbewegungen im WEA-relevanten hohen Flugraum. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden wurde unter Einbeziehung des MULEWF und der Universität Trier ein spezieller Untersuchungsrahmen definiert, welcher geeignet ist, die Frage der (signifikanten) Gefährdung der Mopsfledermaus im Wirkraum der geplanten WEA iim Einzelfall projektbezogen zu klären.

An einem Messmast der Fa. WINDHUNTER wurden in fünf Höhen (80m, 50m, 35m, 20m und 3,5m) kalibrierbare, stationäre akustische Detektoren installiert. Zum Einsatz kommen Batcorder (erweiterte Ausführungen für Mastmontage) (Fa. ecoObs, Nürnberg). Die Detektoren werden so am Mast befestigt, dass ein Empfang von Ultraschalllauten bis in die schlagrelevante Höhe von ca. 100 m sichergestellt ist.

Ergänzend zu der Ausstattung mit akustischen Detektoren wurden anhand einer automatischen Wetterstation Daten über die Temperatur, rel. Feuchte, Windgeschwindigkeit und –richtung in 80m registriert.

Die Untersuchungen liefen parallel zu methodisch identischen Untersuchungen an einem zweiten Waldstandort im selben Naturraum (durchgeführt von Gessner Landschaftsökologie für SWT Trier), deren Ergebnisse in die spätere Auswertung einbezogen wurden.

Zusammenfassend wurde in beiden Untersuchungsgebieten, kein Höhenflug in Höhen ≥ 80 m festgestellt. Es wurde ein Erkundungsverhalten der Mopsfledermaus festgestellt, dieses führte in beiden Untersuchungsgebieten nicht zu einer Höhenaktivität in 80 m. Auch die ökologische Nische und die ökophysiologische Anpassung der Echoortung der Mopsfledermaus sprechen gegen ein Flugverhalten im freien Luftraum.

Siehe auch:

Publikation mit den projektbeteiligten Partnern Gessner Landschaftsökologie und der Universität Trier -Italian Journal of Mammalogy-

Auftraggeber:

Jade NaturEnergie GmbH & Co KG

Planungszeitraum:

2014-2015

 Messeinrichtung

höhenmonitoring mit Messmast