Baufeldfreimachung B96n - Amphibien im Baufeld

Ökologische Baubegleitung (ÖBB) für die B96n.

Projektschwerpunkte:

Kartierergebnisse aus dem Jahre 2008 ergaben einzelne Vorkommen von Kammmolch, Knoblauchkröte und Laubfrosch auf Flächen mit Gewässern, welche im Zuge der archäologischen Grabungen zur Vorbereitung des Neubau der B96 auf Rügen (Bereich Baulos 2-3 bei Rambin) entstanden waren. Die entsprechenden Gewässer sind seit 2010 zur Abwendung artenschutzrechtlicher Verbote zweiseitig mit Amphibienschutzzäunen eingezäunt. Fangzaunergebnisse aus dem Frühjahr 2013 wiesen wandernde Amphibien auf, darunter auch erstmals aus nördlicher Richtung anwandernde 15 Individuen der Rotbauchunke. Die Untersuchung der Gewässer im Juni 2013 erbrachte zusätzliche Nachweise von Individuen der Rotbauchunke in den Gewässern des Grabungsbereichs.

Daher sind entsprechende Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen durchzuführen.

Damit dies artenschutzrechtlich ohne relevante Änderung des PFB (und ohne Neuauslösen von Beteiligungspflichten) erfolgen kann, müssen die Rahmenbedingungen für die Durchführung einer vorgezogenen Ersatzmaßnahme im engen räumlich – funktionalen Zusammenhang eingehalten werden.

Nach Fertigstellung eines geeigneten Ersatzhabitats (inkl. Laichgewässer und Winterquartiere) können die im eingezäunten Bereich der Grabungsfläche befindlichen Tiere umgesiedelt werden. Der Verbotstatbestand der Zerstörung einer Fortpflanzungsstätte wird damit umgangen und der Bau des geplanten Regenrückhaltebeckens kann nach vollständiger Umsiedlung durchgeführt werden.

Auftraggeber:

DEGES Berlin

Planungszeitraum:

2013

Rotbauchunke

Abgrabungsgewässer