BAB A40 Ersatzneubau Rheinbrücke

Artenschutzprüfung für den Ersatzneubau der Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp einschl. 8-streifigem Ausbau zwischen AS Duisburg-Homberg und AS Duisburg-Häfen.

Projektschwerpunkte:

Die Trasse des Ersatzneubaus liegt im Gebiet der Stadt Duisburg. Der Planungsabschnitt beginnt westlich der AS DU-Homberg und endet nach etwa 4,25 Kilometern auf der östlichen Rheinseite. Die Brücke hat eine Länge von etwa 777 m, bei einer ungefähren Stützweite von 350 m. Die prognostizierte Verkehrsbelastung beträgt im Planfall 2030 maximal etwa 119.000 Kfz / 24 h. Der 8-streifige Ausbau der Trasse und einhergehende Neubau der Rheinbrücke ist Bestandteil des Projektes. Als technische Lösung wird eine Schrägseilbrücke diskutiert.

Entsprechende Brückentypen werden seit den siebziger Jahren als für den Vogelzug und in neuerer Zeit auch den Fledermauszug problematisch erachtet, wenn sie in bedeutenden Zugkorridoren stehen und Individuen mit den u.U. hoch in den Zugkorridor hineinreichenden Verspannungen kollidieren. Da Teile der Rheinaue mit Deichvorland aus Grünland- und Brachflächen, sandigen und kiesigen Flächen als Lebensraum besonders für Wasservögel gelten (wichtige Funktion als Rastgebiet innerhalb des bundesweit bedeutsamen Biotopverbundes, auch als Trittsteinbiotop für Durchzügler) und darunter teilweise kollisionsempfindliche Arten sind, ist diese Problematik ebenso Gegenstand der Untersuchungen wie auch die Vorkommen von Fledermäusen, Amphibien, Reptilien und Libellen.

Die inhaltlichen Bearbeitungsschwerpunkte der ASP bilden:

  • Beurteilung der artenschutzrechtlichen Konflikte (Verbotstatbestände)
  • Planung von artspezifischen Vermeidungsmaßnahmen während des Ersatzbaues unter Berücksichtigung der technischen und zeitlichen Anforderungen an einen Brücken-Ersatzbau (z.B. Bereitstellung ausreichender Baufenster entsprechend der Störempfindlichkeit der Arten)
  • sowie kompensatorische Maßnahmen (CEF- Maßnahmen)

Grundlagen der Planung waren eigene Erhebungen zu den hier maßgeblichen Artengruppen Vögel (Brut u. Rast), Fledermäuse, Libellen, Amphibien und Reptilien. Berücksichtigt wurden weiterhin Informationen der zuständigen Naturschutzbehörden und der biologischen Station Westliches Ruhrgebiet.

Auftraggeber:

DEGES (Berlin/Düsseldorf)

Planungszeitraum:

2016-2018

Rheinbrücke