Untersuchung der Wirksamkeit von Kollisionsschutzmaßnahmen für Fledermäuse an der Ortsumgehung Neubrandenburg der B96n. Durchführung eines populations- und maßnahmenbezogebezogenen Monitoring mit Lichtschranken, akustischen Erfassungen und Infrarotvideoaufzeichnungen.

Projektschwerpunkte:

Die neugebaute Ortsumgehung Neubrandenburg der B96n verläuft in ca. 50 m Entfernung zum Winterquartier „Eiskeller Neubrandenburg Neuer Friedhof“. Insbesondere während der sogenannten Schwärmphase können hier Beeinträchtigungen der Arten Großes Mausohr, Wasser-, Fransen-, Bart-, Langohr-, Zwerg- und Mückenfledermaus infolge eines erhöhten Kollisionsrisikos mit dem fließenden Verkehr auf der Ortsumgehung auftreten.

Durch die für den Schutz der Fledermäuse errichteten „Kollisionsschutzpflanzungen“ und eine installierte „Kollisionsschutzanlage“ sollen zusammen mit der Realisierung weiterer Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen (Verzicht auf Straßenbeleuchtung sowie ein Nachtbauverbot im gefährdeten Bereich während der sensiblen Schwärmzeiten) Tierverluste der genannten Fledermausarten in Folge von Kollisionen weitgehend vermieden werden.

Die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen soll im Rahmen eines 3-jährigen Monitorings überwacht werden. Dazu wird die Entwicklung der Fledermauspopulationen des Eiskellers mithilfe von Lichtschranken ausgewertet und das Anwanderungsverhalten sowie Überflugverhalten von Fledermäusen im Rahmen eines mit akustischen Erfassungen kombinierten Videomonitorings (near-Infrarotkameras) untersucht.

Die Untersuchungen werden in Kooperation mit den Büros Ökolog und ChiroTEC durchgeführt.

Auftraggeber:

DEGES

Planungszeitraum:

seit 2021

Infrarotvideokamera

Gewässerunterführung